Film
Kino aus deutschen Landen
Nach dem Zweiten Weltkrieg lag die Filmbranche in Deutschland und dem Rest Europas am Boden. Wo sich Länder wie Frankreich, England oder Spanien jedoch schnell und erfolgreich erholen konnten, blieb der deutsche Film noch länger in der Versenkung verschwunden.
Das Kino schwankte lange zwischen Komödien mit bekannten Unterhaltungsgrößen und mäßig beachtetem Kunstfilm. Ein Großteil der Branche hing am Tropf der staatlichen Filmförderung und verlor dabei oft die Interessen der Kinobesucher aus den Augen. International blieb der Erfolg für deutsche Produktionen fast vollständig aus. Nur Werke wie „Die Blechtrommel“, „Das Boot“, „Lola rennt“, „Der Untergang“ oder jüngst „Das Leben der Anderen“ erlangten auch im Ausland Anerkennung und Auszeichnungen.
Allerdings kann der deutsche Film seit den 90er Jahren vor heimischem Publikum immer größere Erfolge verbuchen, weil sich die Produktionen häufiger von landestypischen Kinorezepten lösen und dem Muster internationaler Blockbuster folgen, ohne ihren deutschen Charakter zu verlieren. „Männer“, „Der bewegte Mann“, „Der Schuh des Manitu“, „Good Bye, Lenin!“ oder „Keinohrhasen“ beherrschen hier die Unterhaltungssparte, während „Gegen die Wand“, „Napola“, „Sophie Scholl“ und „Die Fälscher“ die ernsten Themen aus Gesellschaft und Geschichte aufgreifen.