Hollywood
Während der deutsche Film in den 30ern zunächst unter der Wirtschaftskrise litt und später unter den politischen Einfluss der Nationalsozialisten geriet, emigrierten immer mehr Filmschaffende und Künstler aus dem Land. Hollywood erlebte parallel eine große Blütezeit, die auf ihrem Höhepunkt das Südstaaten-Epos „Vom Winde verweht“ hervorbrachte.
Auch große Stars wie John Wayne, Cary Grant oder Errol Flynn feierten in dieser Zeit ihre ersten Erfolge. Mit Musicals, Gangster- und Horrorfilmen erweiterte der Film immer mehr die Vielfalt seiner Themen, bevor er in den Kriegsjahren eine deutliche propagandistische Färbung bekam, wie sich unter anderem in Chaplins „Der große Diktator“ oder „Casablanca“ besichtigen lässt. Mit der Kommunistenverfolgung der McCarthy-Ära litt der US-Film in den 50er Jahren schließlich mehr als in den Jahren des Weltkrieges. Das Bedrohungsszenario durch die UdSSR münzte Hollywood in diesen Jahren auf intergalaktische Eindringlinge und Monster um, die in den „Body Snatchers“, „Formicula“ oder dem „Krieg der Welten“ die USA heimsuchten.
Klassisches Kino wie „Singin´ in the Rain“ oder „Manche mögen´s heiß“ entwickelte sich zwar zum erfolgreichen Evergreen, aber Hollywood schielte mit dem Rebellenimage von Jungstars wie James Dean oder Marlon Brando auch vermehrt auf ein jüngeres Kinopublikum, welches nicht mehr die gleichen Filme wie seine Eltern sehen wollte.